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Neuigkeiten | 22.03.2011

NAS LG N2R1 schnell und einfach eingerichtet

Sie kennen das Problem: Die heimische Datensammlung wird immer umfangreicher. Musik, Urlaubsvideos, Bilder und Dokumente verschiedenster Art erhöhen dramatisch den häuslichen Speicherbedarf. Zudem müssen die wertvollen Daten sinnvollerweise noch zusätzlich gesichert werden, was den Bedarf an Speicherplatz in der Regel verdoppelt. Ausreichender Speicherplatz sollte heutzutage an sich kein Problem mehr darstellen, sind beispielweise Festplatten in satten Größen und auch zu einem vernünftigen Preisniveau auf dem Markt. Das Problem hat sich verlagert: Die Daten sollen an möglichst vielen Ort präsent sein. Die Musiksammlung soll sowohl im heimischen Wohnzimmer auf der Stereoanlage wie auch im Zimmer des Nachwuchses verfügbar sein. Externe Festplatten, über USB oder Firewire zugänglich, sind gewiss eine Lösung, aber nicht optimal. Ein zentrales Gerät muss her, das Daten liefert und sicher unterbringt, ohne dass der heimisch PC ständig läuft. Beste Voraussetzungen für die Anschaffung eines NAS.

Alleine der Gedanke an eine möglicherweise komplizierte Anbindung hält sicherlich manchen Interessierten vom Kauf ab. Aber keine Bange, die Nutzung eines solchen Datenspeichers sollte auch für wenig Geübte relativ problemlos machbar sein. Daher stellen wir hier die Installation und Einbindung eines NAS in ein heimisches Netzwerk am Beispiel eines LG N2R1 dar, eines für den hier geschilderten Bedarf typischen Geräts.

Zunächst einmal stellt sich die Frage: Was ist überhaupt ein NAS? NAS ist die Abkürzung für „Network Attached Storage“, wobei das Gerät nichts weiter ist als ein einfach zu verwaltender Datenserver. Aufgabe eines NAS ist die geräteunabhängige Bereitstellung von Speicherplatz in einem Netzwerk, in der Regel auf Basis eines eigenen Betriebssystems. Fand man ein NAS vor nicht allzu langer Zeit nur in größeren Serverparks, so gibt es heute bereits eine Reihe von Geräten für den privaten Bereich. Die verfügen über durchaus respektable Fähigkeiten bei erschwinglichem Preisrahmen, wie unser Testgerät zeigt.

Was ist der Vorteil eines NAS? Zunächst einmal der Stand-alone-Betrieb. Dann bietet ein NAS die Möglichkeit, ein RAID zu betreiben. Das ist nichts Weiteres als die redundante Anordnung mehrerer Festplatten. Daher besitzen die meisten angebotenen NAS wie auch das hier beschriebene LG N2R1 zwei Festplatten (ggf. auch mehr), die nach RAID 0 oder RAID 1 betrieben werden können. RAID 0 führt zu einem Striping der Daten, was nichts anderes heißt, als das die gespeicherten Daten auf die beiden Festplatten verteilt werden. Das beschleunigt den Datenstrom enorm, verfügt jedoch über keine Redundanz. Das bedeutet allerdings auch, dass die Daten nur einmal vorhanden sind. Beim Ausfall auch nur einer Festplatte sind die Daten verloren.

Bei RAID 1 hingegen werden die Daten automatisch gespiegelt, sind folglich auf beiden Platten identisch und damit sehr sicher. Beim Ausfall einer Platte sind weiterhin alle Daten vorhanden. Nachteil dieses Verfahrens ist, dass der verfügbare Plattenplatz so groß ist wie der einer einzigen Festplatte.

Kommen wir zu unserem Beispiel. Das LG N2R1 ist in mehreren Ausführungen auf dem Markt: Mit zwei 500 GByte Platten oder mit zwei 1 Terabyte-Platten sowie jeweils einem DVD-Rekorder. Alternativ bietet LG noch ein Modell mit einem Blue-Ray-Brenner. Wir haben für unseren Test die Variante mit 2 x 1Terabyte plus DVD-Brenner gewählt. Für die Einbindung in das Heimnetzwerk wurde auf den Fritz!Box-WLAN-Router 3270 zurückgegriffen, ein Modell der mittleren Preisklasse.

  1. Zunächst ist das NAS mit dem mitgelieferten Netzkabel und dem externen Netzteil an das häusliche Stromnetz anzuschließen.
  2. Halten Sie anschließend die auf der Vorderseite des Geräts angebrachten Tasten <- und -> gleichzeitig gedrückt und betätigen Sie dabei den Powerknopf. Auf dem Display auf der Vorderseite des Gerätes erscheint die Nachricht „Enclosure_Mode“.
  3. Sobald dieser Vorgang beendet ist, startet das Gerät automatisch neu. Die Systemdateien werden geladen, ähnlich wie beim Start eines PC. Der Hinweis „NAS is Booting“ erscheint auf dem Display. Ein Zugriff auf das NAS ist noch nicht möglich.
  4. Nach ca. 1 Minute ertönt ein Signalton, das Gerät ist betriebsbereit.

Bevor Sie es allerdings nutzen können, sind noch einige weitere Schritte erforderlich.

  • Verbinden Sie das mitgelieferte Netzwerkkabel einerseits mit dem LAN-Anschluss auf der Rückseite des Gerätes, andererseits mit dem Router, in unserem Beispiel der Fritz!Box. Der Router wiederum ist über das Netzwerk mit dem PC verbunden, über den die weitere Installation erfolgt. Selbstverständlich ist auch eine direkte Verbindung mit einem PC oder einem Switch möglich. Da hier auch die Anbindung von Geräten wireless vorgestellt werden soll, haben wir den Router gewählt. Die Beispielkonfiguration sehen Sie in der folgenden Grafik schematisch dargestellt.

Netz_1

Abb. 1: Einbindung eines NAS in ein Netzwerk

  • Legen Sie die Installations-CD (LG Network Storage PC Software Installer) in das entsprechende Laufwerk des PC, der über Netzwerk mit dem NAS verbunden ist.
  • Ist für dieses Laufwerk die Autostart-Funktion aktiviert (Standardeinstellung), startet die Installations-CD und folgendes Fenster erscheint:

 

Cd_starten

Abb. 2: Installation starten

 

  • Starten Sie die Installation durch einen Mausklick auf den Eintrag „LGNASApp.exe ausführen.
  • In dem nachfolgenden Dialog „LG Network Storage“ sollten Sie zunächst die Spracheinstellung „Deutsch“ auswählen. Wählen Sie dann die Schaltfläche „NAS Detector“ aus. Der Installationsassistent startet. Voraussetzung für die optimale Nutzung ist ein installierter Flash-Player.

Setup_starten

Abb. 3: NASDetector starten

  • Um die Installation fortzusetzen, müssen Sie im nächsten Fenster der Lizenzvereinbarung zustimmen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Weiter“, um zum nächsten Dialog zu gelangen.

Lizenzvereinbarung
 

Abb. 4: Lizenzvereinbarung

  • Die Installationsroutinen des „NASDetecor“ installieren das Programm auf Ihrem Rechner. Klicken Sie im folgenden Fenster auf die Schaltfläche „Weiter“. Tragen Sie im nachfolgenden Dialog Ihren Namen und ggf. noch den der Institution ein und wählen Sie erneut die Schaltfläche „Weiter“ aus. Im letzten Dialog ist noch die Schaltfläche „Fertigstellen“ auszuwählen. Entsprechend der Standardeinstellung sollte jetzt der NASDetector starten. Falls das nicht der Fall sein sollte, ist auf dem Desktop das neu installierte Verknüpfungssymbol „NASDetector“ durch Doppelklick zu aktivieren.

Setup_3

Abb. 5: NASDetector installieren

  • Der NASDetector sucht jetzt nach dem installierten NAS.

Nas_suche

Abb. 6: Suche nach dem NAS

  • Ist die Hardware wie beschrieben angeschlossen und betriebsbereit, sollte eine ähnliche wie die nachfolgende Meldung erscheinen. Dabei gibt die MAC-Adresse die Seriennummer des Gerätes an. Die IP-Adresse wird ebenfalls automatisch zugewiesen. Als Hostname erscheint Standardmäßig „LG-NAS“. Glückwunsch! Sie haben das NAS korrekt installiert und können es jetzt nutzen! Falls Bedarf besteht, können Sie diese Werte verändern. Klicken Sie im Dialog auf die Zeile, die die Werte enthält. Der Dialog wird um entsprechende Optionen erweitert. Da die vom System ermittelten Werte eine korrekte Nutzung des Systems gewährleisten, wird empfohlen, die vorgegebene Einstellung nur bei Bedarf zu ändern, zumal dabei weitergehende Systemkenntnisse erforderlich sind.

Nas_erkannt_3

Abb. 7: Das NAS wurde erkannt

  • Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Netzwerkordner öffnen“, um sich das Ergebnis Ihrer Bemühungen ansehen zu können. Zunächst werden Sie allerdings noch gefragt, ob Sie für das NASWebmenü eine Desktopverknüpfung anlegen möchten. Um zukünftig einen schnelleren Zugriff auf das NAS-Webmenü zu haben, sollten Sie die Schaltfläche „Ja“ auswählen. Anschließend wird der Windows-Explorer geöffnet und das installierte NAS dort angezeigt.

Setup_4

Abb. 8: Das NAS ist eingebunden

  • Wenn Sie den Ordner öffnen, werden Sie sich möglicherweise etwas wundern. Zwar ist das DVD-Laufwerk aufgelistet, jedoch nicht die Festplatten. Was ist passiert? Keine Sorge, Sie haben nichts falsch gemacht. Das NAS ist lediglich noch zu konfigurieren. Dazu doppelklicken Sie auf dem Desktop Ihres PC die Verknüpfung „LG-NAS_WebMenu“. Alternativ hätten Sie im vorhergehenden Dialog auch die Schaltfläche „Webmenü öffnen“ auswählen können. Der Webbrowser öffnet sich und zeigt einen Login-Dialog. Die voreingestellte Benutzer-ID sowie das Passwort lauten jeweils „admin“. Klicken Sie anschließend auf die runde Schaltfläche „Login“.

Login_1

Abb. 9: Webmenü-Login

  • Ein Fenster mit einer Reihe von Systeminformationen öffnet sich. Im Moment sollte uns lediglich das „System“-Menü interessieren, das in der linken Auflistung an oberster Stelle angezeigt wird. Öffnen Sie das Menü durch Mausklick auf das kleine „+“-Zeichen hinter dem Menünamen. Ein Untermenü mit verschiedenen Optionen erscheint auf dem Bildschirm.

Volume_3

Abb. 10: Volume einrichten

  • Aktivieren Sie dort den Menüpunkt „Volume“. Weitere Informationen werden angezeigt. Da bisher noch kein Volume definiert wurde, müsste dort im obersten Feld „Typ“ der Eintrag „Kein gültiges Volume“ vermerkt sein. Das Volume ist nun mit Hilfe des Popup-Menüs „Neue Volume-Konfiguration“ festzulegen. Diesen Menü finden Sie unten rechts im geöffneten Fenster.Dort stehen diverse Konfigurationsmöglichkeiten zur Wahl. Entscheiden Sie sich für eine der Optionen. Nähere Einzelheiten finden Sie dazu eingangs dieses Artikels. Bestätigen Sie Ihre Auswahl durch Anklicken der Schaltfläche „Ändern“. Die Einrichtung dauert eine gewisse Zeit. Sobald der Vorgang beendet ist, steht das NAS zur Verfügung. Ein Blick in die Router-Konfiguration zeigt, dass das NAS in das häusliche Netzwerk eingebunden ist und alle verbundenen Geräte darauf zugreifen können.

Fritz_und_freigabe

Abb. 11: Das NAS ist ins Netz eingebunden

  • Die folgende Abbildung zeigt ein wireless ins LAN eingebundenes Netbook unter Windows XP mit Zugriff auf das NAS.

 

Netbook

Abb. 12: Wireless Zugriff auf das NAS

Noch ein Hinweis zum Schluss: Achten Sie darauf, dass alle ins Netzwerk eingebundenen Rechner der gleichen Heimnetzgruppe angehören und Ressourcen für andere Rechner freigegeben sind.

2 Kommentare

  1. Siewert & Kau

    Mittwoch, 30. März 2011, 10:23 Uhr

    TOP #
  2. admin

    Montag, 11. April 2011, 09:36 Uhr

    Finde ich toll #

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